Lied zum Gospelchorausflug
nach Franken am 17./18.09.2011

(Melodie: Schön ist ein Zylinderhut ...)

1) Heut ist unser Chorausflug,
jupheidi jupheida,
des findet die Marion gut,
jupheidi jupheida,
denn wir fahrn auf Hof hinauf,
wo Marion wuchs als Maadla auf.
Refr.:
Jupheidi und jupheida fränkisch sing
ma drallala juheidi und jupheida fränkisch sing a ma!

2) Sind wir hier um nett zu sein,
jupheidi jupheida,
wir drückens jetzt dem Georg rein,
jupheidi jupheida,
Haben Regen statt Sonnenschein,
das kann nur Tief „Georg“ sein.

3) Den Wärschdlamo den gibt‘s in Hof,
jupheidi jupheida,
doch die Schwaben sind zu doof,
jupheidi jupheida,
sprechen es nicht richtig aus,
bleibens nächste Mal zu Haus. (nein)

4) Auf der Fahrt zum Untreusee,
jupheidi jupheida,
da tat uns das Herz so weh,
jupheidi jupheida,
denn wir haben der gedacht,
die die Fahrt nicht mitgemacht.

5) Die Konzerte warn famos,
jupheidi jupheida,
und der Beifall der war groß,
jupheidi jupheida,
fränkisch singt ma „but your hand“,
das der Chor nicht anerkennt.

6) Auf der Fahrt, das ist der Hit,
jupheidi jupheida,
nehmen Sänger alles mit,
jupheidi jupheida,
einen neuen Monitor als
Equipment für den Chor.

7) Die Nacht ist nicht zum Schlafen da,
jupheidi jupheida,
man sitzt gemütlich an der Bar,
jupheidi jupheida,
da gibt Cocktails gut und fein,
dumme Sprüche obendrein.

8) Heike singt ganz wunderbar,
jupheidi jupheida,
mit Humor und Wuschelhaar,
jupheidi jupheida,
ihren Solopart recht schee,
so klappt auch „O Happy Day“.

9) Der Wolfi, der ist rotze frech,
jupheidi jupheida,
putzt ein Bier nach dem anderen weg,
jupheidi jupheida,
doch singt Christina blickt er weich,
zupft seine Saiten zärtlich gleich.

10) Auf der Heimfahrt fließt der Sekt,
jupheidi jupheida,
der uns allen bestens schmeckt,
jupheidi jupheida,
gib mir mal ne Flasche her,
denn die alte ist schon leer.

11) Durch den Bus läuft hin und her,
jupheidi jupheida,
Kuchen, Wurst und noch viel mehr,
jupheidi jupheida,
doch der Hans, der achtet drauf,
und räumt alles wieder auf.

12) Heimwärts stehn wir dann im Stau,
jupheidi jupheida,
manche sind schon etwas blau,
jupheidi jupheida,
doch die blauen Sängerleut,
ham auch daran ihre Freud.
Am Samstagmorgen um 6.00 Uhr starteten wir gut gelaunt zu unserem lang ersehnten Chorausflug. Gleich am Anfang der Fahrt, teilte uns Andreas mit, dass uns das Tief Georg (Wetter) die zwei Tage begleiten wird. Aber wenn unser Georg mit dem Gospelchor unterwegs ist, hat er nie ein Tief. In der ersten Pause verwöhnten einige Chormitglieder alle anderen mit wundervoll Gebackenem, frischem Tee und Kaffee.

Gut gestärkt und mit viel Gelächter im Bus, kamen wir an unserem ersten Ziel an. Das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth. Quer durch das 50-Einwohner-Dorf Mödlareuth, das auch Klein-Berlin genannt wird, errichteten im Jahr 1966 DDR-Grenztruppen eine 700 m lange, 3,40m hohe Betonmauer. Noch heute gehört ein Teil des Dorfes zu Thüringen und das andere zu Bayern, d.h., dass die Grundschulkinder in verschieden Schulen gehen müssen. Mit einem Film informierte man uns über die Geschichte des Dorfes.
Übrigens, das Wetter hätte nicht besser sein können.

Bei der Weiterfahrt erzählte unsere Marion, manch Wissenswertes und Sehenswertes über Hof. Sie zeigte uns vom Bus aus ihr Elternhaus, vor dem auch schon ihre Eltern standen und uns mit einem weißen Leintuch winkend, aufs herzlichste begrüßten. Eine wundervolle Idee, der ganze Chor war begeistert.

Im Hotel Quality angekommen wurden wir mit einem fränkischen Buffet verwöhnt.

Bei unserer Stadtrundfahrt durch Hof begleitet Frau Walter, die Marion aus Kindertagen kennt. Sie erzählte uns liebevoll mit viel Witz und Humor alles Wissenswerte über Hof. Das eigentliche Wahrzeichen Hofs ist, na was wohl? Ja richtig, der Wärschtlamo, bei dem man Wienerle mit Sempft bestellen kann. Manch Gelächter konnte man hören, wenn sehr viele weiche Ds benutzt wurden(fränkisch eben), wie bei
Der dodale Ausblick, Dalismann, Globbedrodder, Obbenair, und vieles mehr.

Um 18.30 Uhr war Soundcheck für unser Konzert in der Lutherkirche in Hof, das für 20.00 Uhr in der Tageszeitung, im Gemeindebrief und sogar im Radio angekündigt wurde.
Nach dem Soundcheck erwartete uns der Wärschtlamo mit Wienerle, Debreziner und Sempft. Vielen Dank dem Orgateam für diesen dollen Einfall.
Das Konzert war ein voller Erfolg, das Publikum machte begeistert von Anfang bis Ende mit. Pfarrer Markus Wandtke, den die meisten für den Hausmeister hielten, bedankte sich für ein stimmungsvolles Konzert, das wir mit „ Shine your Light“ beendeten.
Das Tief Georg hatte Hof nun doch erreicht. Es regnete in Strömen und blitzte aufs heftigste. Beim Einladen der Instrumente hörte der Regen jedoch kurzzeitig auf. Im Hotel zurück, saßen wir noch ein paar Stunden gemütlich beisammen.

Nach einer kurzen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück, brachen wir Richtung Muggendorf auf. Die Heimat von Elke und Andreas. Elke erzählte begeistert während der Fahrt über ihre Heimat, Burgen und Landschaften.

Anneliese führte uns zu der Bing Höhle in Streitberg, die wir erst nach einem kurzen aber heftigen Anstieg erreichten. Sie war diese Mühe aber tatsächlich wert. Die Bing-Höhle ist eine der schönsten Tropfstein-Galerie-Höhlen, die 1905 durch den Großindustriellen Ignaz Bing entdeckt und erschlossen wurde. Nach der Sanierung 2005 gilt sie als eine der modernsten Schauhöhlen Deutschlands.

In Muggendorf wurden wir von Elkes und Andreas Familien mit schön gedeckten Tischen und einem leckeren Essen erwartet. Vielen Dank an dieser Stelle für die Mühe und den herzlichen Empfang. Das Konzert fand in der fast vollen St. Laurentiuskirche statt. Andreas erzählte während der Aufführung, dass er schon als Kind in Muggendorf die ersten Chorerfahrungen sammeln durfte und fragte ins Publikum, ob jemand von damals da ist. Tatsächlich waren einige frühere Chormitglieder anwesend. Es war ein sehr schönes Konzert, die Aufregung vom Vortag spürte man nicht, das Publikum war begeistert. Einige meinten, dass die Lieder ihr Herz berührt hätten.

Mit Kuchen und einem kleinen Geheimnis von Andreas Mutter im Gepäck traten wir die Heimreise an. Das Geheimnis: Andreas dirigierte als Kind im Kindergarten schon sehr gerne. Schön, dass er diese Leidenschaft beibehalten hat.
Im Bus war die Stimmung wunderbar, es gab viel Gelächter, besonders wenn über weiche Ds und Bs gesprochen wurde. Wer noch mehr von unserem rundum gelungenen Ausflug hören möchte, sollte sich unser im Bus gedichtetes Lied zu Gemüte führen.

Nochmals allen die am Ausflug teilgenommen und somit zum Gelingen beigetragen haben,
ein DANKESCHÖN. Vor allem natürlich dem Orgateam, die einen wundervollen Ausflug organisiert haben.

Joyful Voice on Franken-Tour
Ein Bericht von Elke Straub

Hof, Lutherkirche
Muggendorf, St. Laurentiuskirche